Architektonische Menüs einverleibt

Architektonische Menüs einverleibt

Wer je an der engen Verwandtschaft von Architektur und Kochkunst gezweifelt hat, wird mit dem Kochbuch "Architektonische Menüs einverleibt" eines Besseren belehrt.

Das vermutlich erste Standardwerk zum Thema nähert sich dem klassischen Vier-Gänge-Menü in besonders origineller Weise: Genauer betrachtet handelt es sich hierbei um die Dokumentation einer überaus gelungenen architektonisch-kulinarischen Versuchsanordnung.

Das erste Architektur-Kochbuch seiner Art orientiert sich sowohl in Theorie als auch Praxis an den baulichen Gepflogenheiten und den Sehgewohnheiten der Architektenschaft.

Der klassischen Baubeschreibung und obligatorischen Stückliste folgt konsequent ein kompletter Plansatz mit Grundrissen, Schnitten, Isometrien und allen nötigen Details. Selbstverständlich geordnet und mit akribischen Maßketten versehen, mit deren Hilfe sich Position und Lage aller Zutaten exakt bestimmen lassen.

Eine deart detaillierte Werkplanung minimiert Fehler beim Nachkochen:
"Auf dass endlich kein Sonnenblumenkern mehr orientierungslos in der Kürbiscremesuppe treibt", wie es der Herausgeber treffend formuliert.